Landschulheimaufenthalt 1970
Die Berichte wurden original, mit Fehlern aus unserer Landschulheim-Mappe übernommen.
1. Tag
Heute ist der erste Tag unseres Landschulheimaufenthaltes. Aufgeregt warten wir auf den Bus, der schon 15 Minuten Verspätung hat. Nach einiger Zeit trifft er endlich vor der Joss-Fritz-Schule ein, und unsere Koffer werden sofort verladen. Um sieben Uhr fahren wir endlich ab. Wir fahren bis Durlach, und ab dort geht unsere Fahrt auf der Autobahn weiter.
Kurz vor München machen wir unsere erste Rast von ungefähr zehn Minuten. Nach München befahren wir wieder die Autobahn. Nach einer weiteren halben Stunde überquerten wir die deutsch-österreichische Grenze. Nach einer Fahrt durch Innsbruck machen wir unsere zweite Rast an der österreichisch-italienischen Grenze. Dort mußten wir unsere Uhr um eine Stunde vorstellen. Nach einer gründlichen Paßkontrolle konnten wir dann endlich weiterfahren. Wir durchquerten einige große Städte und Dörfer, und schon vor Niederrasen hielten wir gespannt nach unserem neuen Heim Ausschau.
Als wir dann einige Minuten später in Niederrasen ankamen, wurden wir freudig von den Kühen begrüßt. Unsere Koffer wurden ausgeladen, und wir wurden inzwischen auf die Zimmer verteilt. Nachdem auch diese Sache geregelt war, versammesten wir uns vor dem Haus.
Wir machten noch einen kleinen Spaziergang nach Oberrasen und kehrten schließlich in einem Gasthaus ein. Nachdem unsere hungrigen Mägen gesättigt waren, marschierten wir wieder nach Niederrasen zurück. Bei einer Versammlung im Aufenthaltsraum bekamen wir noch die letzten Anweisungen für den nächsten Tag. Danach gingen wir auf unsere Zimmer, um unsere Koffer auszupacken. Nach dieser anstrengenden Arbeit ließen wir uns todmüde in unsere Betten fallen.
Der zweite Tag!!
Zwischen 7 Uhr und 7.30 Uhr standen wir auf und trafen uns eine halbe Stunde später im Aufenthaltsraum zum Frühstück. Dannach bestiegen wir einen Berg der 450m hoch ist. Wir wählten nicht den Weg, sondern stiegen einfach darauflosdurch den Wald, bis wir auf eine Bergwiese stießen. Nach ungefähr einer halben Stunde traten wir den Rückweg an. Da der Berg ziemlich steil abfiel rutschten wir bald alle auf dem Hinterteil hinunter. Als wir unten ankamen stellten wir graßem Gelächter fest, daß Irmgard ihre Hose zerriessen hatte. Inge und Joachim gingen unerlaubt voraus. Deshalb mussten sie Abends schon um 9Uhr im Bett sein. 12.30 gab es Mittagessen, das uns sehr schmeckte. Am Nachmittag sonnten wir uns auf der Wiese hinterm Haus. Nach dem Abendessen machten wir eine kleine Pause. Dannachtrafen sich die Theaterleute zur Theaterprobe, des I. Aktes. Als die Theaterprobe beendet war, gingen wir in ein Lokal in Oberrasen tranken noch etwas. Später gingen wir dann Heim und fielen totmüde in unsere Betten.
Bericht zum Landschulheimaufenthalt vom 3.6.70
Heute sind wir den dritten Tag im Landschulheim. Wir mußten, wie jeden Morgen, schon um 7Uhr aus den Federn, da um 7,30 Uhr der so geliebte Frühsport beginnt. Nach den Gymnastikübungen und dem Lauftraining gingen wir zurück, um zu frühstücken. Als wir erschöpft von dem guten Frühstück den Tisch verliesen, fanden 2 Stunden Schulunterricht statt. Wir nahmen Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges durch. Danach kündigte unser Lehrer eine gründliche Durchsuchung der Zimmer an. Wir hatten eine Stunde Zeit, um Schuhe zu putzen, Betten zu machen und die Stube zu reinigen. Bei uns wurde kein Schmutz entdeckt. Um 12,30 Uhr trafen alle Schüler zum Mittagessen ein. Anschließend hatten wir 2 Stunden Mittagsruhe. Wir unterhielten uns durch Fußball- und Gesellschaftsspiele. Danach unternahmen wie eine strapaziöse Wanderung auf einen nahe gelegenen Berg, um uns auf einer Wiese zu sonnen. Von der Wiese aus hatten wir eine Sicht auf einen Stausee und auf die schneebedeckten Dolomiten. Wir trafen auch zwei Landsleute und unterhielten uns mit ihnen über die schöne Landschaft. Als das ältere Paar weiterging, ist die Frau hingefallen. Sie verletzte sich glücklicherweise nicht. Nun machten wir uns auf den Heimweg. Wir kamen gerade richtig zum Abendessen. Danach übte unser Klassenlehrer ein Theaterstück mit einigen Schülern ein. Die Anderen durften sich in der Nähe des Hauses aufhalten, um die Zeit mit Fußball und Tennis zu vertreiben. Als es Zeit war, ins Bett zu gehen, gingen alle auf ihre Zimmer und machten sich fertig. Unser Lehrer kontrollierte später noch einmal alle Zimmer, um zu sehen ob alle schlafen. Somit ging dieser Tag zu Ende.
Donnerstag, den 4.6.1970
Der Tag begann wie jeder andere um 7.30 Uhr mit dem Frühsport. Anschließend hatten wir eine viertel Stunde Zeit, um uns zum Frühstück umzuziehen und uns zu waschen. Es gab Kaba, Wecken, Butter und Marmelade. Um 10.10 Uhr fuhren wir mit dem Bus nach Bruneck, wo wir uns in der Stadt umsahen und manche Schüler auch etwas einkauften. Gegen 12.00 Uhr fuhren wir wieder nach Niederrasen zurück. Wir kamen gerade zum Mittagessen recht. Es gab eine Suppe, Kartoffelbrei, Gelbe Rüben und Erbsen, Salat, Tee und zum Nachtisch eine Orange. Wir hatten nach dem Mittagessen bis 15.00 Uhr Mittagsruhe. Anschließend konnten wir Tischtennis, Federball oder Fußball spielen. Gegen 18.30 Uhr gab es dann Abendessen. Es gab Brot, Wurst, Käse, Butter und Tee. Da wir eine Nachtwanderung machen wollten, mußten wir gleich nach dem Abendessen ins Bett. Wir wußten aber noch nicht, wann wir geweckt werden. Wir konnten sehr schlecht einschlafen, da es noch sehr hell war. Zehn Minuten vor 22.00Uhr ertönte ein schriller Pfiff. Das war das Zeichen zum Aufstehen. Blitzschnell waren wir alle vor dem Haus versammelt. Schon nach einer Stunde war es zwei Mädchen schlecht und die meißten hatten großen Durst. Nach einem drei stündigen Marsch waren wir in Oberrasen, wo wir in eine Wirtschaft einkehren wollten. Doch alle Gasthöfe hatten schon geschlossen. Durstig und hungrig machten wir uns auf den Heimweg. Um 1.30 Uhr lagen alle im Bett und schliefen.
| Zimmer Schwalbe |
| Joachim Jehle |
| und Jürgen Becker |
Tagesbericht vom Feitag, den 5.6.1970
Heute, den 5.6.1970, standen wir wie gewöhnlich um 7.15Uhr auf und machten uns fertig für den Frühsport. Als wir den Frühsport beendet hatten, gingen wir zurück, um im Aberlehof zu frühstücken. Danach sammelten wir uns alle auf dem Hof, um das ende des "Zweiten Weltkrieges" durchzunehmen. Nachdem wir dieses behandelt hatten, war noch Zeit bis zum Mittagessen. In dieser Zeit konnte man Fußball spielen, Tischtennismatche oder sonstige Spiele machen. Um 12.20Uhr läutete eine Schülerin der 9b zum Mittagessen. Darum versammelten wir uns alle um 12.30Uhr im Speisesaal des Aberlehofs. Zum Mittagessen gab es: Suppe, Fisch und Kartoffeln. Nachdem alle satt den Tisch verlassen hatten, bereiteten sich die Schüler der 9a und 9b unter der Mittagsruhe auf das kommende Fußballspiel vor. Um 15.00Uhr hatten alle sich auf das Fußballspiel vorbereitet, doch es spielte schon eine andere Mannschaft auf dem Niederrasner Sportplatz. So mußten wir unser Spiel um eineinhalb Stunden verschieben. Deshalb wurde das Spiel erst um 1630Uhr von Herrn Sauter angepfiffen. Als das Spiel abgepfiffen wurde, dand es 7:1 für die Klasse 9a. Die Torschützen der 9a waren: Siegbert 4 Tore, Wolfgang 1 Tor, Ingo 1 Tor und Willi 1 Tor. Damit war wieder bewiesen, daß die Klasse 9b der Klasse 9q im Sport unterlegen ist. Als wir im Aberlehof wieder eintrafen, war es schon 18Uhr vorbei, und darum mußten wir uns vertigmachen für das Abendessen. Nachdem wir gegessen hatten, mußten wir alle auf ihre Zimmer und sich in die Betten legen.
Samstag, den 6.6.1970
Wie gewöhnlich wurden wir um 7.15 Uhr geweckt. Danach folgte von 7.30 bis 8.15 Uhr der Frühsport mit Laufübungen und Gymnastik. Anschließend kam dann das Frühstück, das aus Kakao, Brötchen, Butter und Marmelade bestand. Mit dem heutigen Küchendienst waren Franz Geißler, Ingo Raczkowsky und Irmgard Lauber beauftragt. Nach dem Frühstück bekamen wir dann Freizeit, die hauptsächlich mit Spielen und sonnen ausgefüllt wurde.
Um 12.30 Uhr kam das Mittagessen, das sich aus Tomatensuppe, Leberkäse, Nudeln und Kartoffelsalat zusammensetzte. Nach dem Mittagessen war dann von 1 - 3 Uhr Bettruhe. Ab 3 Uhr war der Nachmittag frei für die Vorbereitung der Sketche, für den Abend stattfindenden Bunten Abend.
Um 8 Uhr trafen wir uns im neuen Haus der Frau Meßner und führten bis halb ein Uhr unser Programm durch. Die lustigen Sketche waren "Die Mumie" aus dem Zimmer Fuchs- und "Das lebendige Denkmal" aus dem Zimmer Schwalbe. Sehr spannend war der Ballontanz und das Quiz, das Herr Adler durchführte. Zwischen den Sketchen durfte getanzt werden.
PROGRAMM
| 1. | Begrüßung | ||
| 2. | Musik "Heya" "Sorry Susanne" | ||
| 3. | Die Mumie | )Sketch) | Zimmer Fuchs |
| 4. | 1.Runde Quiz | ||
| 5. | Musik: "Mademoiselle Ninette" Don Juan" | ||
| 6. | Das lebendige Denkmal | (Sketch) | |
| 7. | 2. Runde Quiz | ||
| 8. | Musik: "People Worl" "Na, Na, Hey, Hey" | ||
| 9. | Tiere raten | ||
| 10. | Musik: Hot Sand" "Stone fru" | ||
| 11. | Endrunde | ||
| 12. | Preisverteilung | ||
| 13. | Ballontanz dazu: "Dein letzter Brief" "Wie ein Traum im Wind verweht" "Weine nicht kleine Eva" Lampligt" | ||
| 14. | Sternschnuppe | ||
| 15. | Musik: Eloise" "Obla die abla da" | ||
| 16. | Illusionen | (Sketch) | Zimmer Wölfe |
| 17. | Schau mir in die Augen und mach mir nach. | ||
| 18. | Flohzirkus | (Sketch) | Zimmer Adler 2 |
| 19. | Musik: The inner Light" "Anuschka" | ||
| 20. | Gedicht | Zimmer Hexenküche | |
| 21. | Der einmalige auftritt | Zimmer Igel | |
| 22. | Musik: Israelites" "I.O.I.O." | ||
| 23. | Eis am Stiel | (Sketch) | Zimmer Adler 2 |
| 24. | Lied | Zimmer Elefant | |
| 25. | Elefantenpo | (Sketch) | Zimmer Adler 1 |
| 26. | Puddingessen | Zimmer Adler 1 | |
| 27. | Trichter und Münze | Zimmer Elefant | |
| 28. | LP, Singels. |
Tagesbericht vom Sonntag, den 7.6.1970
Heute, am Sonntag, standen wir noch müde von der Samstagabendfeier um 7,30 Uhr auf. Der Frühsport fiel an diesem Tage aus. Um 8.00 Uhr erschienen wir alle im Aufenthaltsraum zum Frühstück. Danach gingen etwa 1/3 der beiden Klassen zur Kirche, um den Hauptgottesdienst zu besuchen. Die anderen vertrieben sich die Zeit mit Tischtennis oder ähnlichen Spielen zu Hause. Nachdem der Gottesdienst beendet war, trafen wir uns alle vor der Kirche, um die traditionelle Herz- Jesu- Prozession anzuschauen. Danach vertrieben wir uns wieder die Zeit mit Spielen, bis um 12.00 Uhr zum Essen geläutet wurde. Nach dem Essen und dem Nachtisch hatten wir Freizeit bis 3.00 Uhr. Pünktlich um 3.00 Uhr trafen sich alle wanderfertig vor dem Haus. Dann zogen beide Klassen getrennt fort. Wir hatten uns das Ziel gesetzt, bis an die Schneegrenze auf einen Berg der Dolomiten zu wandern. Etwa 1 km unterhalb der Schneegrenze wurde eine Schülerin plötzlich krank; sie konnte nicht mehr weitergehen. Ein paar Schüler machten in kurzer Zeit eine Tragbare und eine weitere kleine Gruppe lief nach Hause, um Frau Meßner zu benachrichtigen. Dann wurde das Mädchen ins Tal getragen und von da aus mit dem Auto ins Heim gebracht.
Um 7.30 Uhr kamen alle Schüler im Landschulheim an. Um 8.00 Uhr war Freizeit, doch viele Schüler gingen in den Aufenthaltsraum um das Fußballspiel Deutschland - Bulgarien anzuhören, das Deutschland mit 5 : 2 gewann. Die anderen ließen den Plattenspieler laufen und tanzten.
Um 9.00 Uhr mußte in den Zimmern das Licht aus sein, und der Tag endete mit dem täglichen Zimmerdurchgang.
8.Tag TAGESBERICHT Montag, den 8. Juni 1970
Wie gewöhnlich wurden wir um 7.00 Uhr aufgeweckt. Siegbert Schäffner, Renate Stephan und ich hatten an diesem Tag Küchendienst. Um 7.30 Uhr folgte das Frühstück, das aus Kakao, Marmelade und Brötchen bestand. Gegen 8.45 Uhr fuhren wir in Niederrasen ab, um einen Ausflug zu machen. Um 9.15 Uhr waren wir in Bruneck, wo wir uns jedoch nicht länger aufhielten. Unser Ziel war der Jaufenpaß. Gegen 13.00 Uhr kamen wir in Meran an. Wir besichtigten die Stadt und den Dom, fuhren dann nach Brixen weiter, nachdem wir gegen 15.30 Uhr in Meran abfuhren. Gegen 17.00 Uhr kamen wir in Brixen an. Wir besichtigten auch diese Stadt und eine ihrer schönen Kirchen. Während unserer Fahrt erzählte uns der Busfahrer etwas über das Kloster Neustedt, das, wie er sagte, um das 11. Jahrhundert erbaut worden sei. Unter anderem erzählte er uns auch etwas über das Mädchen von Spinnes und über die Pustertalklause, die um das 8. Jahrhundert erbaut wurde. Gegen 18.00 Uhr fuhren wir dann in Brixen ab. Als wir im Landschulheim ankamen, mußten wir uns zum Abendessen fertigmachen. Danach hörten wir uns das Fußballspiel zwischen Deutschland und Bulgarien an, das 5:2 von der deutschen Mannschaft gewonnen wurde. Gegen 22.00 Uhr gingen wir ins Bett.
Dienstag, den 9.6.70
Heute wurden wir um acht Uhr geweckt. Wir brauchten keinen Frühsport machen, da wir noch eine Tageswanderung zu den Dolomiten vor uns hatten. Um 10Uhr machten wir uns auf den Weg. Wir kamen mächtig ins Schwitzen und legten so des öfteren einePause ein! Von 12-12.45 Uhr rasteten wir um unsere Brote zu verschlingen. An dem nahegelegenem Bach konnte man, wenn man wollte, etwas abkühlen. Wir hatten unsere Wanderung noch nicht lange fortgesetzt, als ein starker Regen einsetzte. Dadurch wurden die Stege, die über den Bergbach führten, glitschig. Das wurde Ulrike zum Verhängnis, denn dadurch mußte sie ein unfreiwilliges Bad nehmen. Doch durch solche Zwischenfälle ließen wir unsere Wanderlust nicht stoppen. So erreichten wir ungefähr um 14.45 Uhr die Schneegrenze. Dort legten wir wieder eine längere Pause ein. Danach traten wir, vom Regen völlig durchnäßt, den Rückweg an. Um 18.30 Uhr waren wir wieder im Heim, wo ein gutes Essen auf uns wartete. Auf 21,30 Uhr wurde der Zapfenstreich angesetzt, wurde jedoch später auf 22Uhr verlängert.
Tagesbericht vom Mittwoch, dem 10.6.70
Als wir wie gewöhnlich um 7.15Uhr aufstehen wollten, bemerkten wir, daß es die ganze Nacht durch geregnet hatte. Wir dachten uns, daß der Frühsport ausfallen würde, aber schickten um ganz sicher zu gehen den Klassensprecher zu Herrn Adler. Wie erwartet lautete die Antwort: "Kein Frühsport."
Daraufhin hüpften wir freudig zurück in unsere warmen Betten, um noch eine Stunde zu schlafen. Um 8.15Uhr wurden wir dann zum Frühstück geweckt. Herr Adler gab uns nach dem Essen den weiteren Tagesablauf bekannt. Wir nahmen "freudig" entgegen, daß zwei Stunden Naturkunde auf uns warteten.
UM 12.30 Uhr, nach dem weiterbildenden Unterricht, wurden wir zum Mittagessen gerufen. Von 1-3 Uhr war Mittagsruhe, in der sich einige auf die weiteren Unterrichtsstunden vorbereiteten, da sich das Wetter noch nicht verbessert hatte.
Als wir zwei weitere Stunden gepaukt hatten, war von 17.30-18.30 Uhr Freizeit. Die wir uns mit Spielen, Lesen und sonstigen Unterhaltungen vertrieben. Nach dem Abendbrot hatten einige noch Theaterprobe, der Rest der Klasse hatte Freizeit. Um 21.45 Uhr mußten alle auf den Zimmern sein und um 22 Uhr endete auch dieser Tag mit der täglichen "Schlafkontrolle".
Tagesbericht vom Donnerstag, den 11.6.1970
Wir wurden um 7.15Uhr geweckt. Nachdem wir uns angezogen hatten, gingen wir um 7.30Uhr zum Frühsport. Bis 8.15Uhr machten wir Laufübungen, Gymnastik und Fußball. Danach gingen wir zurück und machten uns fertig zum Frühstück. Mit dem Küchendienst waren Monika Nagel, Joachim Jehle und Jürgen Becker beauftragt. Von 10.00Uhr bis 11.00Uhr hatten wir Schule. Es wurde uns über den Blutkreislauf und die Krankheiten des Blutes berichtet. Bis 12.15Uhr hatten wir dann Feizeit. Wir durften uns in Rufweite des Hauses aufhalten. Dann machten wir uns für das Mittagessen fertig. Es gab Reis, Schweinefleisch und Tomatensalat. Bis 17.30Uhr hatten wir den ganzen Mittag frei. Wir soilten Federball, Tennis und Fußball. Um 17.30Uhr begannen wir mit dem Abendessen. Als wir damit fertig waren, hatten wir wieder Freizeit. Um 22.00Uhr mußten wir ins Bett.
Tagesbericht vom Freitag, den 12.6.1970
Heute ist Freitag und wir haben schönes Wetter. Herrn Adler hat nach dem Frühstück beschlossen, daß wir heute nach Bruneck fahren. Die Fahrt wurde von der Klassenkasse bezahlt. Wir nahmen das alles mit Begeisterung auf. In Bruneck angekommen, bekamen wir 1Std. frei. Das heißt wir wurden für 1 Stunde von allen Pflichten befreit. Wir nutzten sie aus mit Besichtigungen, Eisessen und sonstiges Erledigen. Um 12.30Uhr hatten wir Niederrasen wieder erreicht. Wir hatten nach unserer Ankunft einen Bärenhunger. Nach dem Mittagessen mußten Christa, Heini und Ludwig abwaschen. Um 1300Uhr bis 1500Uhr herrschte Mittagsruhe. Während dieser Pause rief Herr Sauter einige Mädchen zusammen, um ihnen mittzuteilen, daß sie sich anziehen sollen um eine Wanderung zu machen. Als wir marschbereit waren, fragte uns Herr Sauter, warum wir uns so dick angezogen hatten, wir würden doch nicht fort gehen. Als sich unser Ärger wieder etwas gelegt hatte, wurden wir wieder in unsere Zimmer geschickt, um andere Kleidung anzuziehen. Nach der Mittagspause hatten wir dann Gelegenheit, unsere Sketche für den Abschlußabend im neuen Haus, das Frau Meßner gehört, zu üben. Danach konnten wir tun und lassen was wir wollten. Um 1830Uhr bekamen wir unser Abendessen. Kurz nach dem Abendessen, kam ein Herr zu uns, der über Südtirol berichtete. Nach dem Vortrag, konnten wir uns für die Abschlußfeier fertig machen. Zusammen mit Herr und Frau Sauter und deren Klasse gingen wir um 20Uhr rüber in das neue Haus, das wir in 5 Minuten erreicht hatten. Nach der Begrüßungsrede von Heinz Schneider von unserer Parallelklasse, verlief alles nach dem Programm. Wir luden zu dieser Feier Frau Meßner und deren Küchenhilfe ein. Lieder verließen sie uns schon nach kurzer Zeit wieder. Danach waren wir mit Herrn Adler und Herrn Sauter und dessen Ehefrau alleine. Gegen 22Uhr wurde zum Tanz aufgefordert. Wir beendeten mit dem Tanz erst am anderen Morgen gegen 115Uhr.
Tagesbericht vom Samstag, den 13.6.1970
Am vorletzten Tag des Schullandheimaufenthaltes fiel der Frühsport aus, da es am Abend zuvor spät geworden war. Frühstück gab es wie immer üblich um 8.30Uhr. Danach mußten die Zimmer gereinigt werden; denn um 10Uhr Zimmerdurchgang. Wenn das Zimmer in Ordnung war, konnte man noch ins Dorf, um ein paar Besorgungen zu machen. Dafür hatte man Zeit bis 12Uhr. Nach 12Uhr mußten alle wieder im Aberlehof sein und sich fürs Mittagessen fertigmachen, das es um 1230Uhr gab. Nach dem Mittagessen war Mittagsruhe bis 15Uhr. Danach mußten wir Koffer packen. Wenn dies erledigt war, konnte man noch Spiele machen. Vor dem Abendessen mußten noch einige Mädchen und Jungen ein unfreiwilliges Bad nehmen. Einige Jungen warfen ihre Kameraden in das kalte Wasser des Wassertrogs. Um 18.30Uhr gab es Abendessen. Danach konnte man sich noch bis 21Uhr vor dem Hausaufhalten. Dann ging es ins Bett; denn am nächsten Tag mußten alle für die Rückreise ausgeruht sein.
Sonntag, den 14.6.70
Heute, ist unser Tag der Heimreise. Um 7.30Uhr wurden wir geweckt. Eine halbe Stunde später mußten wir, mit PutzeimerSchrubber, Putzlappen, bewaffnet, die Zimmer auf Hochglanz bringen. Danach wurden wir zum Frühstück gebeten. Darauf wurden unsere Koffer in den Bus verladen. Um 9Uhr fuhren wir in Niederrasen ab.
Wir fuhren über die Europabrücke auf die Brennerautobahn. Diese verließen wir uns fuhren an Insbruck vorbei. Danach passierten wir die Österreichische Grenze und bald die deutsche Grenze. Unsere weitere Route war München, Stuttgart, Bretten, Bruchsal. Um 7 Uhr fuhren wir in Untergrombach ein. Der Jubel und die Freude war groß.